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Busse sollen schneller durchkommen - ein weiterer Schritt in Richtung Verkehrsoptimierung

In der letzten Gemeinderatssitzung im September überzeugte Verkehrsgutachter Helmuth Ammerl den Gemeinderat mit einer professionellen Abschlusspräsentation und stellte dem Rat das Gesamtkonzept vor.

Zunächst startete Ammerl mit den derzeitigen Defiziten im Straßenverkehr von Stephanskirchen nach Rosenheim. Eine Ursache für den Rückstau sei der Rosenheimer Knotenpunkt Innstraße/Schönfeldstraße. „Hier baut sich alles auf!“ so Ammerl. Ein noch wichtigerer Grund sei aber die Einfädelung der PKW´s aus der Wasserburger Straße. Wie Ammerl dem Gemeinderat deutlich machte, sind die vielen „kleinen“ Störungen auf dem Weg nach Rosenheim die Ursache für die regelmäßigen Rückstaus. So kommt es insbesondere in der kalten Jahreszeit nicht selten zu Busfehlzeiten. In der Folge werden viele Schüler/innen mit dem „Elterntaxi“ zur Schule gefahren, was wiederrum mehr Verkehrsaufkommen mit sich bringt.

Um die Situation in den Griff zu bekommen, zeigte Ammerl anhand von Verkehrssimulationen eine Reihe an Verbesserungsmaßnahmen. Um den problemlosen Verkehrsfluss am Knotenpunkt -Innstraße/Schönfeldstraße- zu ermöglichen schlägt das Büro Obermeyer vor, die Busspur in der Innstraße auch für den Individualverkehr freizugeben sowie eine separate Linksabbiegespur in die Chiemseestraße einzuführen. Somit können die von Stephanskirchen kommenden Busse und Autos besser „abfließen“.

Um das Reißverschlussverfahren zwischen Wasserburger Straße und der Salzburger Straße gerecht auszugleichen, soll eine Ampel eingerichtet werden. Dies bedeutet eine höhere Leistungsfähigkeit sowie Verkehrssicherheit für die Linksabbieger aus der Wasserburger Straße, eine Verbesserung der Querbarkeit für Fußgänger über die Salzburger Straße sowie eine höhere Verkehrssicherheit insbesondere für den nicht/motorisierten Individualverkehr.

Ein weiterer Dreh-und Angelpunkt sei die Ampel an der Salzburger Straße/Kuglmoosstraße. Sie müsse in die Gesamtkoordinierung Innstraße/Salzburger Straße eingebunden werden.

 

Wichtig für die schnelle Schülerbeförderung ist eine Errichtung eines Buskaps auf der Salzburger Straße (VR-Bank). Dies ermöglichte einen sichereren Aus- oder Einstieg in den Bus, da man als Buspassagier in Zukunft nicht mehr auf dem Fahrradweg ein/aussteigen müsste. Auch für Radfahrer entstünde mehr Platz und eine entschärfte Situation hinter dem neuen Bushäuschen. Ebenso würde die Busfahrzeit verkürzt, da Busse während des Haltens nicht überholt werden könnten. Vor der baulichen Veränderung der Haltestelle soll allerdings in einer Testphase festgestellt werden, ob die Erwartungen in der Praxis bestätigt werden können.

An der Einmündung Salzburger Straße/Hoffeldstraße soll eine Ampel errichtet werden, die in den kritischen Morgenstunden den Zulauf in die Staatstraße limitiert, um Ausweichverkehr einzudämmen.

Auch im Bereich der Fahrradfahrer sollen Änderungen vorgenommen werden. Verkehrsexperte Ammerl erklärte mittels Bilderdokumentation die einzelnen Gefahren. Hier war klar zu erkennen, dass der Radweg von der Vogtareuther Straße nach Rosenheim sehr unterschiedliche Breiten aufweist. Während im Ortsinneren Schloßbergs die Breite des Fahrradwegs weitgehend der Norm entspricht, gibt es weiter im Norden einige Engstellen. Hier schlägt Ammerl einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn für Fahrradfahrer vor.

Nach einer zweistündigen Diskussion beschloss der Gemeinderat das Gesamtkonzept einstimmig.

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