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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen erhalten Sie von Frau Arbinger

Neues im Asylbereich

Derzeit leben in Stephanskirchen etwa 180 Flüchtlinge, davon ca. 150 in Asylunterkünften und weitere 30 in eigenen Wohnungen. Rund 60 % sind bereits „anerkannt“ d.h. es wurde ihnen vom BAMF ein Schutzstatus erteilt und sie dürfen vorerst in Deutschland bleiben. Über die Hälfte der Flüchtlinge ab 16 Jahren besuchen berufsvorbereitende Maßnahmen und Deutschkurse. Berufstätig sind erst ca. 12% (inkl. Azubis). In den nächsten 1-2 Jahren dürfte diese Zahl aber steigen, da besonders junge Flüchtlinge in Berufsintegrationsklassen sehr gut auf die Ausbildung vorbereitet werden und auch die Angebote an Sprachkursen für erwachsene Flüchtlinge in Rosenheim sehr gut sind, wodurch die Deutschkenntnisse nach und nach ein gutes Niveau erreichen.

Problematisch ist die Situation derzeit für Asylbewerber, denen eine „schlechte Bleibeperspektive“ vorausgesagt wird und die keine Möglichkeit haben, sich einen Reisepass aus dem Herkunftsland ausstellen zu lassen. Denn diese Personengruppe erhält seit einigen Monaten keine Arbeitserlaubnis mehr und wird quasi zum „Nichtstun“ gezwungen. Dies trifft vor Allem diejenigen besonders hart, die sich bereits durch guten Spracherwerb und viel Ehrgeiz eine Arbeitsstelle erkämpft haben und nun feststellen, dass ihre Integrationsbemühungen umsonst waren. Arbeitgeber und Helfer sind darüber gleichermaßen enttäuscht und appellieren seit Monaten an die bayrische Politik, diese Regelung wieder zu lockern. Auch für diejenigen Flüchtlinge, die arbeiten dürfen, wäre es wünschenswert, dass die Bereitschaft, einen Flüchtling einzustellen unter den ansässigen Firmen noch wächst. Wobei hier bereits einige kleinere Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen und sich die positiven Erfahren hoffentlich herumsprechen.

Abgesehen von den landkreisübergreifenden Themen wie Arbeit und Asylverfahren, gibt es in den Stephanskirchner Unterkünften jedoch wenig größere Schwierigkeiten. Dank des vorausschauenden Handelns der Gemeinde, eine Verwaltungskraft eigens für den Bereich einzustellen und dank des großzügigen Raumes, der der Caritas für Asylsozial-Sprechstunden im Rathaus zur Verfügung steht, werden die Flüchtlinge gut versorgt und viele Probleme können bereits im Vorfeld gelöst werden.

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