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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen erhalten Sie im Rathaus von Frau Hollinger

Wichtige Informationen für Ihre Rente

Renten

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

 

unabhängig davon ob Sie bereits Rentenempfänger sind oder vor der Rentenantragstellung stehen möchten wir nochmals besonders auf die Neuregelungen ab dem 1.8.2017 bezüglich der freiwilligen und privaten

Krankenversicherung der Rentner (KVdR) hinweisen.

 

Vorversicherungszeit in der KVdR bezüglich der Neuregelung zum 01.08.2017:

 

Worum geht es?

Durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz wird für die Erfüllung der Vorversicherungszeit in der KVdR für jedes Kind, Stiefkind oder Pflegekind (§ 56 Abs. 2 Nr. 2 SGB I) eine Zeit von drei Jahren angerechnet. Die Vorschrift gilt ab dem 1.8.2017 für Neufälle und auch für Bestandsfälle.

 

Anzurechnende Zeiten

Nach § 5 Abs. 2 Satz 3 SGB V wird auf die Vorversicherungszeit für jedes leibliche, Adoptiv-, Stief- oder Pflegekind pauschal eine Zeit von drei Jahren angerechnet. Dabei kommt es nicht darauf an,

ob und ggf. in welchem zeitlichen Umfang das jeweilige Kind tatsächlich vom Rentner oder Rentenantragsteller betreut / erzogen worden ist (Anrechnung von drei Jahren selbst bei Versterben des Kindes vor Vollendung des dritten Lebensjahres). Ob für die Betreuung / Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit unterbrochen worden ist oder ob eine tatsächliche oder mögliche Zeit der Kinderbetreuung / -erziehung in die erste oder zweite Hälfte des Erwerbslebens fällt.

 

Eine Mehrfachberücksichtigung von Kindern ist möglich. Leibliche Kinder können bei beiden Elternteilen zur Anrechnung von jeweils drei Jahren führen. Adoptiv-, Stief und Pflegekinder sind ggf. neben den leiblichen Eltern auch bei ihren Adoptiv-, Stief- und Pflegeeltern zu berücksichtigen. Die Berücksichtigung von Enkelkindern ist jedoch ausgeschlossen. Über die Anrechnung der Mitgliedszeiten nach § 5 Abs. 2 Satz 3 SGB V entscheidet allein die jeweils zuständige Krankenkasse.

 

Rentenantragstellung ab 1.8.2017

Bei Versicherten, die ab dem 1.8.2017 eine Rente beantragen, prüft die zuständige Krankenkasse die Vorversicherungszeit stets unter Berücksichtigung der Neuregelung. Für die Feststellung, ob der Rentenantragsteller Kinder hat, für die eine Anrechnung von Zeiten nach § 5 Abs. 2 Satz 3 SGB V in Betracht kommt, wird die KVdR-Meldung mit Vordruck R 0810 unter Ziffern 4.4 und 5.5 um entsprechende Abfragen ergänzt. Unter Ziffer 8 besteht die Möglichkeit, die Personenstandsdaten der Kinder zu bestätigen. Ansonsten entscheidet die Krankenkasse, ob und gegebenenfalls welche Nachweise noch erforderlich sind und fordert diese vom Rentenantragsteller an.

 

Rentenantragstellung vor dem 1.8.2017

Auch Rentner, die den Rentenantrag noch vor dem 1.8.2017 (Bestandsfälle) stellen oder gestellt haben, und mangels Erfüllung der Vorversicherungszeit bislang nicht Pflichtmitglied in der KVdR beziehungsweise als Rentenantragsteller versichert sind, können durch die Anrechnung der drei Jahre für jedes Kind frühestens ab 01.08.2017 Zugang zur KVdR erhalten. Grundsätzlich führen die Krankenkassen in den Bestandsfällen eine Prüfung der Versicherungspflicht unter den neuen rechtlichen Bedingungen nur auf Antrag des Rentners oder Rentenantragstellers durch. Wenden sich Rentner oder Rentenantragsteller mit der Bitte um Überprüfung der KVdR-Voraussetzungen an den Rentenversicherungsträger, hat dieser die Anfragen an die zuständige Krankenkasse weiterzuleiten.

 

Wenn auch Sie Interesse haben, Ihren Sachverhalt bezüglich Ihrer „Krankenversicherung der Rentner (KVdR)“ gegenüber der Krankenkasse zu klären, können Sie sich bei Ihrer zuständigen Krankenkasse, Rentenversicherung und auch im Rathaus bei Frau Hollinger, Abteilung -Sozialwesen- zu den Öffnungszeiten informieren. Tel.Nr.: 08031/ 72 23 23 oder per E-Mail unter 23@stephanskirchen.de.

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