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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Frau Gall

Die Gemeinde Stephanskirchen informiert: „Jakobskreuzkraut und seine giftigen Geschwister“

Giftige Pflanzen

Welche Gefahr geht davon aus:

 

Wasserkreuzkraut ist in der Regel weniger giftig als das Jakobs-Kreuzkraut. Dennoch schaden die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) unseren Nutztieren. Das Gift wird im Körper nicht abgebaut, sondern in der Leber zu toxischen Stoffwechselproduktion umgebaut. Dieser Entgiftungsprozess schädigt die Leber. Durch wiederholte Futteraufnahme der Pflanze kommt es zu einer schleichenden Vergiftung und schließlich zur tödlichen Leberzirrhose. Besonders empfindlich gegenüber hohen Aufnahmemengen sind Pferde, gefolgt von Rindern. Schafe und Ziegen reagieren meist weniger empfindlich, sind aber grundsätzlich ebenfalls gefährdet. Auf der Weide können ältere Tiere die Giftpflanze aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe ausselektieren. Im Heu oder der Silage bleibt die Giftigkeit erhalten, aber die Bitterstoffe werden abgebaut. Die Pflanzen werden mitgefressen.

 

(Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Rosenheim)

 

Was kann dagegen unternommen werden:

 

Mechanische Einzelpflanzenbekämpfung durch Ausstechen oder Ausziehen, bei lockeren Bodenverhältnissen, ist für die Beseitigung von einem noch geringen Anfangsbefall besonders sinnvoll. Die mit dem vollständigen Wurzelstock ausgestochenen oder ausgezogenen Pflanzen sind von der Fläche zu entfernen und zu entsorgen. Die entstandenen Narbenlücken müssen so schnell wie möglich durch eine standortgerechte Nachsaat geschlossen werden, um die erneuten Entwicklung aus dem Bodensamenvorrat zu vermeiden.

 

(Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)

 

 

Giftiges Jakobskreuzkraut                                        Giftiges Wasserkreuzkraut


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