Ein neuer Ansatz zur kommunalen Energieeffizienz

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Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 26. November seine Absicht erklärt, sich am Projekt eines kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks unter Führung des Instituts für nachhaltige Energieversorgung GmbH (INEV) der Technischen Hochschule Rosenheim zu beteiligen. Nach eigener Darstellung setzt sich das Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Bücker für eine nachhaltige Energieversorgung und eine effiziente Nutzung von Energie in Unternehmen und Kommunen ein und übernimmt die Funktion einer Schnittstelle zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu unterstützt das Institut Kommunen, Unternehmen und Nah- und Fernwärmeversorger bei der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Maßnahmen zur nachhaltigen und effizienten Nutzung von Energie sowie bei der Entwicklung neuer Verfahren und Technologien.

 

Das Projekt beginnt mit einer Netzwerkphase, deren erster Bestandteil die Analyse mit Identifikation der Einsparpotentiale und der daraus resultierenden Maßnahmenliste ist. Es folgt ein Planungsabschnitt mit Priorisierung und Zielsetzung von Maßnahmen, der schließlich in die Umsetzungsphase überleitet. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden als „gering investive“ und „Schwerpunktmaßnahmen“ eingestuft. Gering investive Maßnahmen, wie zum Beispiel sukzessiver Leuchtenaustausch, Verringerung von Stand-By-Verbräuchen können direkt umgesetzt werden. Dagegen erfordern Schwerpunktmaßnahmen, wie zum Beispiel Aufbau oder Erweiterung einer Nah-/Fernwärmeversorgung (Haidholzen Süd Ost), oder die energetische Optimierung der Kläranlage, längere Vorarbeiten und können erst später realisiert werden.

 

Im Grunde entsprechen die geplanten Aktivitäten denen, die auch schon im Integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde angestrebt und teilweise auch schon - wie mehrfach an dieser Stelle berichtet - umgesetzt wurden. Ein wesentlicher Unterschied dazu ist aber, dass das auf 3 Jahre angesetzte INEV-Projekt ganz gezielt auf kommunale Belange abgestellt ist und während der gesamten Laufzeit wissenschaftlich geführt und begleitet wird. Besonders erfolgversprechend erscheint ein regelmäßiger und systematisierter Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten und gleichermaßen betroffenen Kommunen. Darüber hinaus ist das Vorhaben in die Energiezukunft Rosenheim (EZRO) eingebunden. 14 Kommunen, darunter 12 aus dem Landkreis Rosenheim haben bereits die Absichtserklärung zur Teilnahme unterzeichnet. Nach Zusage der Fördermittel des Bundes soll die verbindliche Gründung des Netzwerkes im März des kommenden Jahres folgen. Der Nutzen für die Gemeinde Stephanskirchen wird nicht zuletzt von der kompetenten Vertretung in den Projektgremien abhängen. R. Weh EnergieForum

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