Flüchtlinge aus der Ukraine - Fragen und Antworten

Logo Ukraine

Wozu dient das Ankunftszentrum im Turner Hölzl in Rohrdorf?

Hier werden die Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind und zunächst in Anker-Zentren oder an der Grenze ankommen, beim Landratsamt Rosenheim – das ist die zuständige Behörde für ausländische Einreisende im Gebiet Rosenheim – im System registriert, auf Corona getestet und danach auf unsere unterschiedlichen Unterkünfte (Gemeinschaftsunterkünfte) verteilt, wo sie schlafen können und mit allem Notwendigen versorgt werden. Es werden keine Personen registriert, die im Landkreis schon privat untergekommen sind. Diese müssen sich bitte über das Selbstmeldeformular, das auf der Homepage des Landratsamtes Rosenheim unter „Solidarität mit der Ukraine“ zu finden ist, bei uns melden.


Wie lange dürfen Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland bleiben?

Ukrainische Kriegsflüchtlinge brauchen rückwirkend ab dem 24.02.2022 bis zum 23.05.2022

keinen Aufenthaltstitel; sie können sich bis zum 23.05.2022 daher ganz legal in Deutschland aufhalten. Danach brauchen sie eine Aufenthaltserlaubnis. Diese bekommen sie bei der Ausländerbehörde. Sie wird auf 2 Jahr ausgestellt und kann dann noch maximal zweimal um sechs Monate verlängert werden. Mit der Aufenthaltserlaubnis können sie auch eine Arbeitserlaubnis bekommen.


Müssen aus der Ukraine geflüchtete Menschen Asyl beantragen? Brauchen sie ein Visum?

Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, brauchen hier kein Asyl zu beantragen! Derzeit können sich alle aus der Ukraine einreisenden Personen bis zum 23.05.2022 legal hier aufhalten. Ein Visum ist nicht erforderlich. Personen die erst nach dem 23.05.2022 einreisen, können dies, wenn sie die ukrainische Staatsangehörigkeit und einen biometrischen Reisepass besitzen.


Dürfen auch Personen aus Drittstaaten, die in der Ukraine gelebt haben, nach Deutschland einreisen und bleiben?

Drittstaatsangehörige aus der Ukraine können derzeit bis zum 23.05.2022 legal einreisen. Ein Aufenthaltsrecht in Deutschland besteht allerdings nur, wenn sie in der Ukraine ein Daueraufenthaltsrecht hatten und nicht in ihr Heimatland zurückkehren können.


Wenn die Geflüchteten in eine andere Stadt ziehen möchten, sollen sie sich dort nochmal registrieren?

Nein, sie müssen sich dort nicht neu registrieren. Sie müssen sich nach einem Umzug beim Einwohnermeldeamt des Ortes, an den sie ziehen, anmelden und bei der dann zuständigen Ausländerbehörde einen Termin ausmachen, um ihre neue Anschrift mitzuteilen.


Dürfen die Geflüchteten Deutschland wieder verlassen?

Grundsätzlich können sie Deutschland jederzeit verlassen. Sie können aber nur legal wieder nach Deutschland zurückreisen, wenn sie bereits eine Aufenthaltserlaubnis gem. § 24 AufenthG haben.


Dürfen ukrainische Flüchtlinge arbeiten?

Sobald sie eine Fiktionsbescheinigung oder eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, können sie sich auf dem freien Arbeitsmarkt einen Job suchen. Hierfür sind sie aktuell nicht ortsgebunden. Auf den Dokumenten steht deshalb „Erwerbstätigkeit erlaubt“.


Dürfen Geflüchtete ihre Haustiere behalten?

Sie dürfen ihr Haustier grundsätzlich behalten, wenn es nicht krank ist und Menschen anstecken kann. Sie müssen sich aber an das staatliche Veterinäramt in Rosenheim wenden. Dort müssen die Tiere registriert werden. Alle wichtigen Informationen sind auf dem Merkblatt unter ? https://www.landkreis-rosenheim.de/solidaritaet-mit-der-ukraine/#Warum müssen Sie sich registrieren? zu finden.

Dort gibt es auch ein Formular, in das die Angaben zu den Tieren eingetragen werden müssen und das anschließend an das staatliche Veterinäramt zurückgeschickt werden muss. Es ist auch auf Ukrainisch und Englisch übersetzt.

Falls Sie Fragen haben, können Sie sich gerne im Veterinäramt melden. Sie erreichen es unter der Telefonnummer 08031/3926337 oder per E-Mail unter vet-631@lra-rosenheim.de.


Meine Familie, Freunde, Bekannte aus der Ukraine sind auf dem Weg nach Deutschland. Was sollen wir erledigen?

Bitte prüfen Sie, ob Sie bei sich genügend Platz haben, damit Ihre Verwandten und Bekannten längerfristig bei Ihnen wohnen können. Andernfalls müssten Sie sich selbst um eine Wohnung oder Unterkunft für die Anreisenden kümmern. Das Landratsamt Rosenheim kann für privat Untergekommene nicht sofort eine neue Unterkunft zur Verfügung stellen. Sie müssten dann in das Ankunftszentrum für Asylbewerber in der Maria-Probst-Straße 14, 80939 München, fahren und werden einem Landkreis zugewiesen, in dem es Platz gibt.

Wenn Ihre Verwandten bzw. Bekannten angekommen sind, sollten Sie sich über das Selbstmeldeformular auf der Homepage des Landratsamtes Rosenheim anmelden (? https://www.landkreis-rosenheim.de/solidaritaet-mit-der-ukraine/#Warum müssen Sie sich registrieren?) und zeitnah in ihrer Gemeinde im Einwohnermeldeamt melden. Wenn Kinder ankommen, könnten Sie sich auch schon einmal erkundigen, ob es in Ihrem Ort einen Kindergarten oder eine Schule gibt, die die Kinder besuchen könnten. Vielleicht gibt es auch Spielgruppen oder andere Möglichkeiten, wie die Kinder Deutsch lernen können und Gleichaltrige treffen können.


Ich bin aus der Ukraine geflüchtet und habe kein Internet und kein Telefon. Wie kann ich meine Verwandten kontaktieren?

Internet gibt es kostenlos in unseren Unterkünften. Es gibt aber in der Regel auch in Bibliotheken Computer, die man nutzen darf, oder man geht in ein Internetcafé. In vielen Gemeinden, Bahnhöfen oder Geschäften gibt es zudem Hotspots, über die Sie Zugriff auf das Internet haben. Von den rund 14.000 öffentlichen Fernsprechern (öffentliche Telefone) in Deutschland sind Telefonate in die Ukraine bis auf Weiteres kostenfrei.


 

Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, (Geld-)Leistungen durch das Sozialamt

Wo müssen sich Geflüchtete registrieren? Wie geht es dann weiter (Aufenthalts-  und Arbeitserlaubnis, finanzielle Unterstützung, medizinische Versorgung)?
Die Ausländerbehörde und das Sozialamt bitten alle aus der Ukraine eingereisten Flüchtlinge, die im Landkreis Rosenheim wohnen, sich zuerst über die auf der Homepage des Landkreises Rosenheim zur Verfügung gestellte „Selbstmeldung Kriegsflüchtlinge Ukraine“ anzumelden (? https://www.landkreis-rosenheim.de/solidaritaet-mit-der-ukraine/#Warum müssen Sie sich registrieren?). Nur dann können sie auch Geld von uns erhalten.

Um sich auch nach dem 23.05.2022 in der Bundesrepublik aufhalten zu dürfen, benötigen sie anschließend eine Aufenthaltserlaubnis. Da dieses Verfahren etwas dauert, können sie zunächst im Landratsamt Rosenheim eine sog. Fiktionsbescheinigung durch die Ausländerbehörde erhalten. Mit dieser ist der freie Zugang zum Arbeitsmarkt gestattet. Auf der Homepage des Landratsamtes Rosenheim www.landkreis-rosenheim.de finden sie Informationen, wann sie ins Landratsamt kommen  und zunächst diese Fiktionsbescheinigung erhalten können.

Die Fiktionsbescheinigung ist keine offizielle Aufenthaltserlaubnis, erlaubt ihnen aber 1 Jahr lang in Deutschland zu bleiben. Sie können gleichzeitig auch eine Arbeitserlaubnis für 1 Jahr bekommen. Die Fiktionsbescheinigung ist mit dem Vermerk „Erwerbstätigkeit erlaubt“ versehen. Dafür müssen folgende Dinge ins Landratsamt Rosenheim mitgebracht werden: den Ausweis, einen Ausdruck der „Selbstmeldung Kriegsflüchtlinge Ukraine“, wenn möglich die Meldebescheinigung (diese erhält man bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt der Gemeinde, in der man wohnt) und ein biometrisches Passbild. Sie werden dann bei uns erfasst.

Später erhalten sie die eigentliche Aufenthaltserlaubnis gem. § 24 AufenthG, sobald die Ausländerbehörde die biometrischen Daten (u. a. Handflächen- und Fingerabdrücke) erfassen konnte. Die Aufenthaltserlaubnis wird für zwei Jahre erteilt. Die 2 Jahre beginnen ab dem Zeitpunkt zu laufen, zu dem die Geflüchteten in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Dies muss dem Landratsamt Rosenheim glaubhaft gemacht werden. Wenn sie bereits vor dem 04.03.2022 eingereist sind, wird dennoch der 04.03.2022 als maßgeblicher Zeitpunkt herangezogen. Auch hier bekommen sie einen Aufkleber in ihren Pass.

Sobald das Landratsamt die Daten über das Selbstmeldungsformular erhalten hat, wird automatisch die Stelle im Haus informiert, die Geld auszahlen kann. Von dieser Stelle erhalten die Geflüchteten ein Formular zugeschickt, das bitte ausgefüllt und zurückgeschickt werden muss. Es wird abgefragt, ob die Geflüchteten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können und Vermögen haben. Etwa eine Woche später können sie dann Geld erhalten. Wichtig ist, dass eine Kontoverbindung angegeben wird, damit das Geld überwiesen werden kann. Wenn ein biometrischer Pass vorliegt, kann ein Konto bei der Sparkasse oder einer anderen Bank eröffnen werden. Wenn die Geflüchteten kein Konto in Deutschland haben, können sie das Geld auch bar ausgezahlt bekommen. Dafür können sie einen Termin mit dem Sachbearbeiter ausmachen, der auf dem Brief steht. Nur diejenigen Personen, die auch Geld vom Landratsamt Rosenheim bekommen können, kriegen einen Krankenschein und können kostenlos zum Arzt gehen.


Was ist zu tun, wenn die Geflüchteten nicht alle Dokumente dabei haben?

Nach wie vor arbeiten die ukrainischen Konsulate und die Botschaft der Ukraine hier im Bundesgebiet. Dort können fehlende Dokumente beschafft werden.


Wann bekommen die Geflüchteten Geld?

Wenn sie sich bei uns registriert haben oder das Selbstmeldeformular unter ? https://www.landkreis-rosenheim.de/solidaritaet-mit-der-ukraine/#Warum müssen Sie sich registrieren? ausgefüllt haben, bekommt automatisch die Stelle im Landratsamt Rosenheim, die Geld auszahlt (Sozialamt), die Daten. Von dieser Stelle bekommen sie an ihre Adresse ein Formular geschickt, das sie bitte schnell ausfüllen und zurückschicken müssen. Wenn sie kein Vermögen und auch kein Einkommen haben, teilt ihnen das Sozialamt einen Termin mit, zu dem sie ins Landratsamt Rosenheim kommen können und Geld ausgezahlt bekommen. Wenn sie ein deutsches Konto haben, das sie mit einem biometrischen Pass, eröffnen können, wird ihnen das Geld überwiesen. So können sie ihr Geld noch schneller erhalten. Nach etwa einer Woche, nachdem das Formular bei uns eingegangen ist, werden sie ihr Geld bekommen. Wenn sie keinen biometrischen Pass haben, können sie bei einer Filiale einer Bank nachfragen, wie sie dann ein Konto eröffnen können.

Wenn sie in einer Turnhalle untergekommen sind, werden dort Mitarbeitende des Landratsamtes Rosenheim etwa eine Woche nach der Ankunft Geld auszahlen. Sie erhalten aber das Essen und andere Dinge des täglichen Bedarfs in den Hallen kostenlos.


Das Geld wird knapp – gibt es eine finanzielle Soforthilfe?

Es muss immer ein Antrag beim Sozialamt (nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) gestellt werden. Dann kann zeitnah Geld ausgezahlt werden.

S.  ?  Wo müssen sich Geflüchtete registrieren? Wie geht es dann weiter (Aufenthalts-  und Arbeitserlaubnis, finanzielle Unterstützung, medizinische Versorgung)?


Wohnraum

Ich habe dem Landratsamt Wohnraum angeboten, aber noch keine Rückmeldung erhalten. Warum?

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist sehr groß. Innerhalb kürzester Zeit wurden dem Landratsamt mehrere Hundert Wohnmöglichkeiten angeboten: Gästezimmer, abgeschlossene Wohnungen, Ferienwohnungen, Pensionszimmer, komplette Gebäude (die bisher anders genutzt wurden) usw. Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

Bei jedem dieser Angebote müssen wir zunächst mit dem Anbieter in Kontakt treten, prüfen, wie lange der Wohnraum genutzt werden kann, zu welchem Preis, wer dort einziehen darf, ob Haustiere erlaubt sind, wie die Ausstattung ist, ob die Wohnung schon möbliert ist, ob Internet verfügbar ist oder eingerichtet werden kann, etc. Bei größeren Gebäuden, die bisher nicht zu Wohnzwecken genutzt wurden, müssen auch der Brandschutz geprüft und die Bauabteilung eingeschaltet werden wegen einer Baugenehmigung. Natürlich müssen wir uns die Angebote auch noch vor Ort anschauen (und einige Angebote kommen aus unterschiedlichen Gründen dann doch nicht in Betracht). Danach müssen Mietverträge abgeschlossen werden, evtl. Handwerker beauftragt werden (wenn noch etwas renoviert oder repariert werden muss) und die Wohnung eingerichtet werden. Für den Kauf des Mobiliars müssen Vergleichsangebote eingeholt werden, die Lieferzeit abgewartet und die Möbel aufgebaut werden. Zeitgleich mussten die Turnhallen als Gemeinschaftsunterkünfte ausgestattet werden (und sie werden im laufenden Betrieb weiterhin verwaltet und betreut). All das kostet Zeit. Wir konzentrieren uns deshalb zunächst auf abgeschlossene Wohnungen, die wir über einen längeren Zeitraum anmieten können (mindestens 1 Jahr). Andernfalls müssten wir parallel schon wieder nach neuem Wohnraum suchen, um die Mieter nach dem Ende der Mietzeit (oft schon nach wenigen Wochen) anderweitig unterbringen zu können.

Leider zeigt auch die Erfahrung der letzten Wochen, dass Geflüchtete, die privat in einem Gästezimmer wohnen, nicht selten das Zimmer nach kürzester Zeit räumen müssen. Gerade jetzt vor den Osterferien beobachten wir verstärkt, dass auch Ferienwohnungen und Pensionszimmer, in denen Geflüchtete bisher untergekommen sind, wieder an Touristen vermietet werden sollen. Aus diesem Grund versuchen wir zunächst andere, langfristige Angebote für die Geflüchteten zu finden.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Angebote abzuarbeiten und die Anbieter zu kontaktieren, hoffen aber auf Ihr Verständnis, wenn es mitunter etwas länger dauert, bis Sie etwas von uns hören.


Ich möchte Wohnraum anbieten. Was ist bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu beachten?

Sie sollten sich bewusst sein, dass die Geflüchteten über einen längeren Zeitraum eine Unterkunft brauchen werden, d.h. über mehrere Monate oder sogar Jahre. Sofern keine abgeschlossene Wohnung zur Verfügung steht, ist es sehr wichtig, dass Sie sich darüber im Klaren sind, dass die Aufnahme z.T. schwer traumatisierter Personen, die weder deutsch noch englisch sprechen, einen großen Einschnitt in Ihr eigenes (Familien-)Leben bedeuten kann.

Sie können Wohnungen zu einer ortsüblichen Miete direkt an ukrainische Flüchtlinge vermieten. Die Größe der Wohnung muss in einem angemessenen Verhältnis zur Personenzahl, die dort wohnen wird, stehen. Die Mietkosten können den Mietern vom Landratsamt erstattet werden, wenn sie kein eigenes Vermögen und kein Einkommen haben. Die Mietverträge können gerne an das Funktionspostfach asyl-leistung@lra-rosenheim.de gesendet werden. Wir leiten sie dann dem/der zuständigen Sachbearbeiter/in weiter, der/die sich mit Ihnen in Verbindung setzen wird, um alles Notwendige abzuklären.

Sie können Wohnungen, in denen Geflüchtete wohnen oder wohnen können, aber auch längerfristig (mindestens 1 Jahr) direkt an das Landratsamt Rosenheim vermieten, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Wenden Sie sich hierfür bitte mit einigen Angaben zur Wohnung (Lage, Größe, Mietpreis, Mietdauer, Ausstattung, Internet) an asyl-unterkuenfte@lra-rosenheim.de.


Gibt es bestimmte Voraussetzungen/Mindeststandards, die an eine an Geflüchtete zu vermietende Wohnung gestellt werden?

Damit die Mietkosten übernommen werden können, darf die Miete das Ortsübliche nicht übersteigen. Die Größe der Wohnung muss in einem angemessenen Verhältnis zur Personenzahl, die dort wohnen wird, stehen. In bestimmten Fällen, z.B. erhöhter Platzbedarf wegen einer Behinderung, kann im Einzelfall eine größere Wohnung gerechtfertigt sein. Bei Fragen, welche Miete und welche Wohnungsgröße angemessen ist, wenden Sie sich bitte an asyl-leistung@lra-rosenheim.de. Von der Vermietung von Wohnungen mit gehobenem Standard wird abgeraten. In der Wohnung sollte es die Möglichkeit geben, WLAN zu benutzen oder Internet einzurichten.


Wie läuft es mit dem Mietvertrag? Bekomme ich als Vermieter staatliche Unterstützung?

Wenn Sie Wohnraum kostenlos zur Verfügung stellen, kann Ihnen eine Nebenkostenpauschale von derzeit 50 €/Person pro Monat gezahlt werden. Sofern Sie an das Landratsamt Rosenheim vermieten möchten und wir die Wohnung anmieten können, erhalten Sie die ortsübliche Miete von uns. Bei einer Vermietung an die Geflüchteten selbst, erhalten diese, wenn sie kein Vermögen und kein Einkommen haben, von uns Leistungen zum Unterhalt, wozu auch die ortsübliche Miete für eine der Größe nach für die entsprechende Personenanzahl angemessene Wohnung enthalten ist, s. ? Ich möchte Wohnraum anbieten. Was ist bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu beachten?


Ich möchte ein ganzes Gebäude, das bisher anders genutzt wurde, für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen? Wie ist das Prozedere, was muss ich beachten?

Wurde das Gebäude bisher nicht als Wohnraum genutzt, ist in aller Regel eine Baugenehmigung erforderlich. Das gilt nicht, wenn es sich um eine nur kurzfristige Nutzung (wenige Wochen) für Wohnzwecke handelt. Zuständige Baugenehmigungsbehörde ist das Kreisbauamt. Da es sich immer um eine Einzelfallentscheidung handelt, ist vor der Beantragung der Genehmigung eine Bauvoranfrage sinnvoll.


Ich habe jemanden privat aufgenommen und kann die Unterkunft nur zeitlich befristet anbieten. Was tun?

Geflüchtete aus der Ukraine können selbst Wohnungen anmieten. Sie könnten ihnen bei der Suche und Anmietung helfen oder eine andere private Unterkunft besorgen. Das Landratsamt Rosenheim kann zunächst privat untergekommenen Personen nicht sofort eine Unterkunft bereitstellen. Sie müssen deshalb ins Ankunftszentrum für Asylbewerber in der Maria-Probst-Straße 14, 80939 München, fahren und werden von dort auf Unterkünfte verteilt.


Wie lange müssen Geflüchtete in den Gemeinschaftsunterkünften bleiben?

Das Landratsamt Rosenheim arbeitet daran, private Wohnungen oder Zimmer in größeren Gebäuden anzumieten, damit sie aus den Turnhallen ausziehen und in ihre eigenen 4 Wände ziehen können. Wann das genau sein wird, können wir nicht sagen, da sehr viele Menschen gleichzeitig eine Wohnung brauchen. Sie können die Turnhallen aber jederzeit verlassen und sich eine eigene Wohnung suchen und anmieten oder zu Verwandten oder Bekannten weiterfahren, die an einem anderen Ort wohnen.


 

Kinder und Jugendliche

Ich habe alleinreisende Minderjährige aufgenommen bzw. könnte mir vorstellen, alleinreisende Minderjährige aufzunehmen. Was ist zu beachten?

Minderjährige, vor allem unbegleitete, haben einen besonderen Anspruch auf Schutz und Hilfe. Sie werden durch das Kreisjugendamt (Sozialdienst) beraten und betreut. Aufnahmen oder geplante Aufnahmen sind daher dem Kreisjugendamt zu melden, um Fragen des Sorgerechts und der geeigneten Unterbringung zu klären.


Ein/e Minderjährige/r ist in Begleitung von Verwandten oder Bekannten, aber ohne Eltern hier. Was ist zu tun?

Es ist zu klären, ob eine Sorgerechtsvollmacht vorliegt. Das Kreisjugendamt (Sozialdienst) ist zu informieren.


Können die Kinder in den Kindergarten bzw. zur Schule gehen?

Wenn sich Kinder wahrscheinlich längere Zeit an ihrem jetzigen Wohnort aufhalten, können sie in eine Kindertageseinrichtung gehen. Nach drei Monaten besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung. Damit die Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen können, müssen sie gegen Masern geimpft sein. Die Erziehungsberechtigten (z.B. Eltern) sollten das mit einem Kinderarzt besprechen, der das Kind auch gleich impfen kann. Es gibt nicht in jeder Kindertageseinrichtung einen freien Platz, weil sehr viele Kinder einen Platz brauchen. Es gibt aber auch Spielgruppen oder Eltern-Kind-Gruppen, die die Kinder besuchen können. 90 Tage nach ihrer Ankunft in Deutschland sind Kinder auch schulpflichtig und müssen in die Schule gehen. Hierfür müssen sie auch gegen Masern geimpft sein. Informationen zum Schulbesuch finden Sie unter www.schulamt-rosenheim.de oder auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unter https://www.km.bayern.de/ukraine/informationen-fuer-schulen.html.


Was sind die pädagogischen Willkommensgruppen?

Über die Pädagogischen Willkommensgruppen sollen die geflüchteten jungen Menschen den Schulalltag in Bayern beim Unterricht und anderen Schulveranstaltungen kennenlernen, es soll ein leichterer Einstieg ins Schulsystem ermöglicht werden und das Erlernen der deutschen Sprache gefördert werden. Damit soll auch die Zeit, bis ein Platz an der Schule frei wird oder ein Schulbesuch möglich ist, überbrückt werden. Informationen und Angebote finden Sie z.B. unter https://www.schulamt-rosenheim.de/willkommensgruppe. Wenn es freie Plätze an einer Regelschule gibt, können Kinder oder Jugendliche nach Absprache mit der Schulleitung evtl. auch gleich in eine Klassengemeinschaft aufgenommen werden.


Wo können mitreisende Jugendliche ihre Freizeit verbringen?

Kinder und Jugendliche haben in einigen Gemeinden die Möglichkeit, ihre Freizeit in einem offenen Jugendtreff zu verbringen. Dieses Angebot ist freiwillig und kann von allen Kindern in der Regel ab 12 Jahren genutzt werden. Die Treffs haben an einzelnen Nachmittagen geöffnet. Im Treff kann man sich mit anderen Jugendlichen treffen, Spiele spielen, Musik hören, Billard spielen, etc. Die Treffs werden von Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen geleitet. Weitere Informationen haben die jeweiligen Gemeinden, in der die Familien wohnen.

 


 

Integration, Beratung und Hilfe in besonderen Situationen

Gibt es Integrations- / Deutschkurse?

Wenn eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, kann – wenn es freie Plätze gibt – ein Integrationskurs besucht werden. Hierfür muss ein Antrag gestellt werden. Dies kann man u.a. bei den Veranstaltern der Kurse, z.B. den Volkshochschulen, machen. Es kann aber auch an einer Volkshochschule ein normaler Deutschkurs gebucht werden oder man kann sich bei seiner Gemeinde informieren. Für die Kinder werden Willkommensgruppen geschaffen, in denen die Kinder in einer Schule einige Stunden Deutsch lernen und die deutsche Kultur kennenlernen können (? Was sind die pädagogischen Willkommensgruppen?)


Wo gibt es generell Beratung zum Thema Integration und Migration?

Bei den Integrations- und Migrationsbeauftragten der AWO, des BRK, der Caritas und der Diakonie. Diese finden Sie, wenn Sie im Internet nach „Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte Rosenheim“ suchen.

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen und Kinder und für Schwangere in Not

Bundesweite Hilfetelefone:

  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
    hilfetelefon.de
    08000 116 016
  • Hilfe-Telefon „Sexueller Missbrauch
    0800 22 55 530
  • Hilfetelefon „Schwangere in Not“
    0800 40 40 020
  • Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim e.V.
    08031/26 88 88
    kontakt@frauennotruf-ro.de

Sicherheitsinformationen für Frauen und Mädchen

Krieg und Flucht machen vor allem Frauen und Kinder vulnerabel und damit gefährdet, Opfer von Verbrechen zu werden. Viele Menschen wollen im Moment denjenigen helfen, die aus der Ukraine kommen. Leider sind darunter auch manchmal Personen mit schlechten Absichten, die ihre Notlage ausnutzen könnten, z. B. Menschenhändler/innen.

Daher beachten Sie bitte zu Ihrer Sicherheit:

  1. Geben Sie Ihren Pass nicht aus der Hand. Machen Sie ein Foto oder eine Kopie davon und schicken sie diese an eine Vertrauensperson.
  2. Behalten Sie Ihr Telefon jederzeit bei sich. Lernen Sie die Telefonnummer einer Vertrauensperson auswendig, die Ihnen helfen kann, wenn Sie hier in eine Notlage kommen. Vereinbaren Sie ein Codewort, das als Zeichen für eine Notlage dient.
  3. Fotografieren Sie das Autokennzeichen, bevor Sie in ein Auto einsteigen. Schicken Sie das Foto an eine Vertrauensperson. Wenn der/die Fahrer/in dagegen ist, steigen Sie lieber nicht ein.
  4. Wenn Ihnen eine Wohnung oder ein Zimmer angeboten wird, lassen Sie sich den Ausweis zeigen und schreiben Sie Name und Adresse auf. Sie haben das Recht, sich an dieser Adresse anzumelden und von der Stadt finanzielle Hilfe zu bekommen.
  5. Sie haben in Deutschland das Recht auf einen Arbeitsvertrag und Mindestlohn (circa 10 Euro pro Stunde). Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen jemand schnell viel Geld verspricht.
  6. Notieren Sie die Namen und die Telefonnummern von Hilfsorganisationen. Hilfsangebote für Geflüchtete sind in Deutschland kostenlos. Zahlen Sie nicht an angebliche Vermittler*innen.
  7. Menschenhändler/innen oder Zuhälter/innen sind nicht nur Männer. Sie sollten auch Frauen nicht blind vertrauen. Bleiben Sie mit Verwandten, Freund*innen und anderen Geflüchteten in Kontakt.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.jadwiga-online.de/sicherheitsinformationen.

DRK-Suchdienst für Familienangehörige

Familienangehörige können über den internationalen Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes Geflüchtete aus der Ukraine suchen: Tel. 089/ 680773111 (Deutsch und Englisch; Montag bis Freitag 9 bis 16.30 Uhr) oder per E-Mail an tracing@drk-suchdienst.de.


 

Ehrenamt & andere Hilfen

Ich möchte gerne einem/r Ukrainer/in einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Was ist zu beachten?

Ukrainische Geflüchtete haben, wenn sie eine Fiktionsbescheinigung oder eine Aufenthaltserlaubnis haben, freien Zugang zum Arbeitsmarkt.


Wie kann ich jetzt am besten helfen?

Wenden Sie sich am besten an den Helferkreis in Ihrer Gemeinde. Dort kann man Ihnen sagen, wie Sie am besten helfen können. Es werden zunächst Personen gesucht, die die Geflüchteten zum Arzt oder zu einem Amt begleiten können oder mit den Geflüchteten Deutsch lernen können. Am hilfreichsten wäre es, wenn Sie Ukrainisch oder Russisch sprechen würden, da viele Geflüchtete kein Deutsch oder Englisch sprechen.


Ich möchte übersetzen / begleiten / betreuen. Bei wem kann ich mich melden?

Sie können Teil des Helferkreises Ihrer Gemeinde werden. Die Kontaktdaten erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde. Der Helferkreis kann Ihnen genau sagen, wie Sie helfen können.


Nehmen Sie im Landratsamt Sachspenden für Ukrainer/innen entgegen?

Sachspenden können Sie dem Verein „Aktion für das Leben“ anbieten, der die Spenden für das Landratsamt koordiniert. Schreiben Sie dafür am besten eine E-Mail an ukrainehilfe@lra-rosenheim.de.


Kann ich zu einer Gemeinschaftsunterkunft fahren und mithelfen oder dort Sachspenden an Geflüchtete übergeben?

Wenden Sie sich am besten an den Helferkreis Ihrer Gemeinde, wenn Sie mithelfen oder etwas spenden möchten. Bitte bringen Sie Sachspenden nicht direkt in den Gemeinschaftsunterkünften vorbei.


An wen kann ich mich bei Fragen zum Ehrenamt wenden?

Ehrenamtliche können sich bei Fragen an die Integrationslotsen der Caritas wenden.


 

Impfungen und Gesundheit

Ein Arztbesuch ist notwendig, was tun?

Wenn die Flüchtlinge schon einen Krankenschein vom Landratsamt Rosenheim erhalten haben, müssen sie diesen bei dem Arzt abgeben. Er kann dann kostenlos behandeln und auch ein Rezept ausstellen. Am besten gehen sie zu einem Arzt, der gesetzlich Versicherte behandelt. Wenn es ein Notfall ist und sie haben noch keinen Krankenschein, können sie trotzdem behandelt werden. Der Arzt rechnet dann direkt mit dem Landratsamt Rosenheim ab.


Wo bekommen Geflüchtete einen Krankenschein, damit sie zum Arzt gehen können?

Wenn sie in einer Halle (Notunterkunft) wohnen, werden die Krankenscheine einige Tage nach ihrer Ankunft von Mitarbeiter/innen des Landratsamtes Rosenheim ausgeteilt. Sind sie privat untergekommen, bekommen sie, wenn sie vom Landratsamt Leistungen (z.B. Geld) bekommen können, auch einen Krankenschein zugeschickt.


Wo bekommen Geflüchtete psychologische Hilfe?

Wenn sie psychologische Hilfe brauchen, kann ihnen der Hausarzt weiterhelfen oder sie wenden sich direkt an eine psychiatrische Arztpraxis, an eine Beratungsstelle für psychische Unterstützung oder den Sozialdienst in ihrer Unterkunft. Sie erhalten dann weiterführende Auskunft und Adressen. Wenn jemand oder seine Angehörigen in einer akuten psychischen Krise ist, können sie sich an den Krisendienst Psychiatrie wenden. Der Krisendienst Psychiatrie ist täglich von 0-24 Uhr unter der Telefonnummer 0800 / 6553000 für ein Krisengespräch erreichbar sowie unter www.krisendienste.bayern/oberbayern/.


Ich bin aus der Ukraine geflüchtet und schwanger – wo bekomme ich Hilfe?

Wenn Sie schwanger sind und schon einen Krankenschein erhalten haben, können Sie zu einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin gehen. Sie haben meistens auch Adressen von Hebammen, die nach Ihnen sehen und Ihnen auch helfen können, wenn die Geburt bevorsteht.


Tuberkulose-Untersuchungen

Nur wenn Geflüchtete in einer Gemeinschaftsunterkunft (in einer Halle) untergekommen sind, müssen sie ab dem Alter von 15 Jahren eine Röntgenuntersuchung auf Tuberkulose durchführen lassen. Das Gesundheitsamt Rosenheim organisiert diese Untersuchungen, vereinbart Termine mit den Röntgenpraxen und bestellt Fahrzeuge, die die Personen in die Praxen und wieder zurückbringen. An den Infotafeln in den Hallen sind Informationen zu den Tuberkulose-Untersuchungen zu finden. Bei Jugendlichen im Alter von 10-15 Jahren muss nur eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Das Gesundheitsamt macht diese entweder in den Hallen oder bei sich im Gesundheitsamt Rosenheim. Die Eltern werden darüber informiert. Bei kleineren Kindern muss keine Untersuchung stattfinden.


Wo können sich Geflüchtete gegen Covid-19 impfen lassen?

Stadt und Landkreis Rosenheim betreiben ein Impfzentrum auf der Loretowiese (Adresse: Kapuzinerweg 3, 83022 Rosenheim). Das Impfzentrum hat täglich von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist unter www.impfzentrum.bayern oder telefonisch unter der Telefonnummer 08031/365 8899 (täglich von 08:00-12:00 Uhr und 13:00-16:00 Uhr erreichbar) möglich. Wenn sie keinen Termin vereinbaren, kann es zu Wartezeiten kommen.

Man kann sich aber auch bei den Ärzten im Landkreis Rosenheim impfen lassen. Wichtig wäre, dafür einen Termin bei einer Arztpraxis auszumachen.

Die Gemeinschaftsunterkünfte in den Turnhallen wird voraussichtlich auch ein Impfbus anfahren. Dort können sich Geflüchtete nach vorheriger Anmeldung vor Ort von einem mobilen Team impfen lassen.


Was muss zum Impfen mitgebracht werden?

Es müssen ein Ausweisdokument mit einem biometrischen Lichtbild und, wenn möglich, ein Impfpass mitgebracht werden.


Welche Corona-Impfstoffe sind in der EU zugelassen?

Es sind der mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech/Pfizer und der proteinbasierte Impfstoff von Novavax zugelassen.


Kann man sich aussuchen, mit welchem Covid-19-Impfstoff man geimpft wird?

Grundsätzlich darf jeder selbst entscheiden, mit welchem Impfstoff er sich impfen lässt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt:

  • Kinder ab dem Alter von 5 Jahren werden mit dem Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.
  • Kinder ab 12 Jahren erhalten den Erwachsenen-Impfstoff von Biontech/Pfizer (in altersentsprechend dosierter Menge).
  • Der mRNA-Impfstoff von Moderna wird nur Personen empfohlen, die älter als 30 Jahre sind.
  • Der Impfstoff von Novavax wird Personen ab dem Alter von 18 Jahren empfohlen.

Jede Impfung wird mit einem Arzt besprochen; vor Ort erhält man nochmals ein Aufklärungsgespräch!


Was ist, wenn Geflüchtete mit einem in der EU nicht zugelassenen Impfstoff (z.B. Sputnik) gegen Covid-19 geimpft wurden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen, die bereits eine Grundimmunisierung (oder auch schon eine Auffrischungsimpfung) mit einem inaktivierten Ganzvirusimpfstoff oder einem Vektor-basierten Impfstoff (z. B. Sputnik) erhalten haben, eine einmalige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Diese einmalige Impfung wird erst nach einer Wartezeit von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung durchgeführt.


Was ist, wenn jemand noch nicht gegen Covid-19 geimpft ist?

Sollte jemand noch keine Impfung erhalten haben, empfiehlt die STIKO eine Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Abstand von mind. 3 Wochen) mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff. Drei Monate nach der Grundimmunisierung wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen.


Warum und für wen ist eine Masernschutzimpfung nötig?

Alle Kinder, die eine Kindertageseinrichtung oder die Schule besuchen wollen, müssen dort ihren Impfausweis vorlegen oder ein anderes Dokument, das beweist, dass sie gegen Masern geimpft sind. Bis zum Alter von 1 Jahr ist nur eine Impfung notwendig, ab 2 Jahren muss 2-mal geimpft werden. Die Kinder können aber schon ab der 1. Impfung in die Schule oder die Kita gehen. Ohne eine Masernschutzimpfung dürfen sie keine Gemeinschaftseinrichtung, wie einen Kindergarten oder eine Schule, besuchen.


Werden Geflüchtete über Impfungen aufgeklärt?

In den Gemeinschaftsunterkünften (Turnhallen) hängen an den Infowänden Informationen zum Corona-Virus und Impfungen in unterschiedlichen Sprachen. Von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt es unter https://www.infektionsschutz.de/mediathek/materialien-auf-ukrainisch/#c16688 auch Informationen auf Ukrainisch zur Corona-Schutzimpfung, zu Quarantäne und Isolation, zu Masern und Tuberkulose.

drucken nach oben