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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Herrn Hausstätter

Die Drogerie-Debatte bleibt spannend

In der Sitzung am 17. Mai 2018 hat der Gemeinderat den Antrag auf eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 31 „Kragling“  in Aussicht gestellt. Ziel der Bebauungsplanänderung sollte es sein, westlich des bestehenden REWE-Marktes die Errichtung eines Drogeriemarktes zu ermöglichen.

 

Als Voraussetzung für die Änderung des Bebauungsplanes wurde vom Gemeinderat unter anderem festgelegt, dass die Erschließung des Geländes für den Fuß- und Radverkehr aus Richtung Südwesten dauerhaft zu sichern ist. Beispielsweise durch einen Weg, der in ähnlicher Form früher existierte und der derzeit gesperrt ist.

 

Seither wurden mehrere Gespräche mit dem Grundstückseigentümer geführt. Auch eine Ortsbesichtigung zusammen mit der Verkehrspolizei fand statt. Von der Gemeinde wurde dem Grundstückseigentümer dargelegt, dass der Weg für die Erschließung des Marktes einen wichtigen Baustein darstelle. Durch den Weg wird eine attraktive Verbindung vom Ortsteil Schloßberg als größtem Siedlungsbereich der Gemeinde zum Einzelhandelsstandort Kragling geschaffen. Die Förderung des nicht motorisierten Verkehrs ist seit vielen Jahren ein Ziel der Gemeindeentwicklung. 

 

Auch im kürzlich erstellten Nahversorgungsgutachten der Gemeinde wird eine Verbesserung der Anbindung des Gewerbegebiets Kragling für den Radverkehr ausdrücklich ausgeführt. Darin heißt es: „Um die Erreichbarkeit des Kraglinger Gewerbegebiets für den Radverkehr aus den Siedlungsgebieten nördlich der Salzburger Straße zu verbessern, sollte eine durchgängig befahrbare Strecke geschaffen werden, welche die nicht bloß unangenehme, sondern gefährliche zweifache Querung der Salzburger Straße entbehrlich macht.“ Diese Trassenführung wäre weit attraktiver und auch weniger gefahrvoll, als die Anfahrt über die Salzburger Straße mit vielen unübersichtlichen Grundstücksausfahrten und der schwierigen Querungssituation an der Kraglinger Kreuzung. Durch die Neuansiedlung eines Drogeriemarktes würde sich die Bedeutung dieser Verbindung noch deutlich erhöhen. 

 

Nachdem in früheren Stellungnahmen vom Staatl. Bauamt bereits auf die hohe Belastung des Kreuzungsbereichs an der Einmündung der Habichtstraße in die Äußere Salzburger Straße (Verkehrsbelastung: 15.000 Fahrzeuge/Tag) hingewiesen wurde, könnte dadurch auch ein Beitrag geleistet werden, diesen Bereich nicht mehr als notwendig zusätzlich zu belasten. 

 

Bislang liegt vom Grundstückseigentümer allerdings keine Zustimmung vor, Flächen für die Wegeverbindung an die Gemeinde zu veräußern oder zur Verfügung zu stellen.

 

Nach intensiver und teils kontroverser Diskussion, wurde in der GR-Sitzung am 25.09.2018 der Antrag  von 10 Gemeinderäten, wonach alle Maßnahmen in die Wege zu leiten, um den Bau eines Drogeriemarkts in Kragling neben REWE zeitnah um zu setzten mit 9:8 abgelehnt. Beschlossen wurde hingegen mit 11:6 Stimmen, dass an der Beschlussfassung vom 17. Mai 2018 festgehalten wird. Sollte bis Jahresende keine Einigung bezüglich der gewünschten Radwegverbindung zum Standort Kragling erfolgt sein, sollen alternative Standorte zur Ansiedlung eines Drogeriemarkts geprüft werden.

 

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