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Energiespeicher: unverzichtbarer Beitrag zur Energiewende

Strom

Der Begriff Energiewende wird zumeist in den Zusammenhang mit nachhaltiger Stromerzeugung gestellt. Dabei beträgt elektrischer Strom nur 1/5 des Energiebedarfs in Deutschland, während Wärmeenergie die Hälfte und der Verkehr fast ein Drittel benötigt. Also wäre es naheliegend, die drei Bereiche energetisch zu koppeln. Da naturgemäß Erzeugung und Nachfrage zeitlich und mengenmäßig nicht im Einklang verlaufen, sind zum Ausgleich Energiespeicher notwendig. Um jedoch die großen tages- und jahreszeitlich bedingten Schwankungen der Photovoltaik und Windenergie auszugleichen, reichen auch Pumpspeicher und Akkumulatoren als Stromspeicher schon heute bei weitem nicht aus. Ein weiterer Ausbau von Wind und Sonnenenergie verschärft die Situation sogar noch. Dabei wären die Technologien zur Lösung der Problematik heute schon verfügbar. Elektrischer Strom muss nicht als elektrische Energie gespeichert werden. Pumpspeicherwerke sind ein bekanntes Beispiel dafür. Bei diesen wird elektrische Energie zunächst in mechanische Energie (Höhendifferenz) überführt und später wieder in elektrische Energie zurückgewandelt. Aber der Bau derartiger Anlagen ist nur sehr begrenzt möglich. Die Fachwelt setzt daher auf eine Technologie, die unter dem Begriff power to gas, also die Umwandlung von überschüssig erzeugtem Strom in Gas einen unverzichtbaren Beitrag zur Energiewende leisten muss. Hier steht nicht primär die Stromspeicherung im Vordergrund, sondern die Umwandlung elektrischer Energie in Gas. Durch Elektrolyse gewonnener Wasserstoff kann dann als Prozessgas direkte Anwendung in der Industrie, aber auch in Brennstoffzellen im Verkehr Anwendung finden. In einem weiteren Schritt kann Wasserstoff zusammen mit CO2 in Methan umgewandelt und beispielsweise direkt in einen riesigen Speicher, nämlich unser bestehendes Gasnetz, eingeleitet werden. Auch die Nutzung unterirdischer Kavernen, z.B. in ehemaligen Bergwerken, bietet sich an, wobei die riesigen Volumina eine echte Langzeit-Speicherung möglich machen. Eine Rückgewinnung von Strom aus Gas ist technisch leicht möglich, aber wegen des geringen Gesamtwirkungsgrades nicht besonders attraktiv. Auf jeden Fall schafft power to gas das erforderliche Bindeglied zwischen Strom, Wärme und Verkehr. Erstaunlicherweise trägt die gegenwärtige Energiepolitik vermutlich wegen der hohen Kosten dem nicht ausreichend Rechnung.

Aber auch in Privathaushalten und im Gewerbe lässt sich ein signifikanter Beitrag zur Stromspeicherung, beispielsweise in Verbindung mit Photovoltaik, erreichen. Akkusätze und die zugehörigen Steuerungsanlagen haben heute ein Preisniveau erreicht, welches neben dem Beitrag zum Umweltschutz auch noch einen wirtschaftlich interessanten Betrieb erlaubt. Für einen Privathaushalt dimensionierte Akkusätze sind bezüglich Größe und Gewicht leicht unterzubringen und auch in bestehende Anlagen integrierbar. Auf Lithium/Eisenphosphat basierte Akkuzellen garantieren einen absolut sicheren Betrieb und eine lange Lebensdauer mit entsprechenden Garantiezeiten.  Auch in Stephanskirchen gibt es Fachbetriebe, die fachmännische Beratung und Errichtung anbieten.

 

EnergieForum; R. Weh

Bild: Quelle NES

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