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Eichenprozessionsspinner – Erster Befall auch in Stephanskirchen

Spinner

Im südlichen Landkreis Rosenheim kommt es derzeit zu einem teils starken Befall durch den Eichenprozessionsspinner. Die Gartenfachberater des Landkreises raten dringend davon ab, sich den Nestern zu nähern oder die Raupen und Nester selbst zu bekämpfen. Derzeit befinden sich die Tiere in einem Verpuppungsstadium, in dem sie bereits die giftigen Nesselhaare entwickelt haben. Auch nach dem Schlüpfen der Schmetterlinge bleiben die Nester gefährlich, da die Puppen in den Gespinsten zurückbleiben.

 

Die Gartenfachberater raten dringend davon ab, die Nester abzuflammen. Durch das Feuer zerreißen die Gespinste und die Brennhaare werden freigesetzt. Derzeit gibt es nur die Möglichkeit die Nester abzusaugen. Dies sollte allerdings nur von einer Fachfirma für Schädlingsbekämpfung durchgeführt werden.

 

Die Gartenberater im Rosenheimer Landratsamt raten Gartenbesitzern, ihre Bäume zu beobachten und bei Befall gegebenenfalls behandeln zu lassen. Die Kontrolle vor Ort sowie die Koordination von Bekämpfungsmaßnahmen liegen bei den jeweiligen Baumbesitzern bzw. Grundstückseigentümern.

 

Auch Haustiere sollen geschützt werden. Beim Spaziergang sollen Hunde an der Leine geführt werden. Wenn sich ein Nest im Garten befindet, ist es ratsam Katzen im Haus zu lassen, bis das Nest beseitigt wurde. Sollten Haustiere mit den giftigen Nesselhaaren in Berührung gekommen sein, wird empfohlen, einen Tierarzt aufzusuchen. Auch Landwirte sollten darauf achten, ob sich befallene Bäume auf ihren Feldern oder Weiden befinden, damit konterminiertes Gras unter den Bäumen nicht an Tiere verfüttert wird.

 

Eine Broschüre des Umweltbundesamtes informiert umfassend über die Problematik sowie mögliche Vorgehensweisen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Die Broschüre gibt es auf der Seite des Rosenheimer Landratsamtes unter: www.landkreis-rosenheim.de. Außerdem stehen im Rosenheimer Landratsamt für eine Beratung die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege 08031/392 6432 sowie in medizinischen Fragen das staatliche Gesundheitsamt 08031/392 6002 zur Verfügung.


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