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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen erhalten Sie im Rathaus von Frau Gall

Das Geheimnis des Herbstlaubes

Stephanskirchen blüht und summt

Mit den leuchtenden Farben des Herbstlaubes wird das Gartenjahr beendet. Die Laubbäume bereiten sich auf den Winter vor und ziehen nach und nach die wichtigen Nährstoffe aus ihren Blättern. Diese Nährstoffe wie Phosphor, Eisen, Kalium und Stickstoff lagern sie in ihre lebenden Stamm- Ast und Wurzelbereiche ein um sie dort für den Neuaustrieb im Frühjahr zu speichern. Im Zuge dieser Vorgänge verfärben sich die Blätter der meisten Laubholzbäume, die in unseren Breitengraden wachsen.

Aber warum? Dazu gibt es unterschiedliche Theorien und Aussagen.

Die gängige Aussage über das Warum ist, dass die Pflanzen zuerst ihr Chlorophyll abbauen, da sie es nicht mehr für ihre Fotosynthese brauchen, also für die Stoffumwandelung im Blatt mit Sonnenlicht zur Zuckerproduktion. Da das Chlorophyll normalerweise Blätter grün färbt, kommen nach und nach die anderen Farbpigmente im Blatt zur Wirkung. Bei diesen Umwandlungsprozessen werden die für Rottöne verantwortlichen Stoffe,- Anthocyane-, neu gebildet. Die Blätter färben sich von gelb über orange bis rot und violett. Somit wäre das prächtige Farbenspiel eine reine Nebensache des herbstlichen Blattsterbens.

Eine wissenschaftliche Theorie sieht in der Bildung dieser roten Farbpigmente einen gezielten Vorgang. Diese Stoffe sollen das noch bis zum absoluten Verwelken des Laubes wirksame Chlorophyll schützen umso die Zeit der Energiegewinnung für den Baum zu verlängern. Diese roten Farbpigmente sollen also als Sonnenschutz in den, bereits kalten herbstlichen Morgenstunden wirken.

Eine weitere Theorie besagt, das mit den roten Farbpigmenten auch einen wirksamen Schutz vor Insekten gebildet wird, z.B. Blattläuse, die dort ihre Eier für das nächste Frühjahr ablagern wollen. Der Baum schützt also dadurch seinen empfindlichen Neuaustrieb im Frühjahr vor überwinternden Insekten.

Sicher wird jede Baumart ihre eigene Strategie entwickelt haben, manche Bäume wie Eschen und Erlen haben überhaupt keine Herbstfärbung, ihre Blätter fallen Grün vom Baum.

 

Wo immer es geht lässt man das Laub liegen. Somit wird nicht nur eine umweltschonende Form der Düngung betrieben, sondern fördert gleichzeitig auch wichtige Nützlinge.

 

 

 

(Gemeinde Stephanskirchen in Zusammenarbeit mit Peter Wiedeburg –

BUND Naturschutz in Bayern e.V., Ortsgruppe Stephanskirchen Riedering)

 

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