Neues zum Verkehr in der Gemeinde Stephanskirchen

 

Kraglinger Straße geplanter Rückbau der Bankette

In den letzten Monaten haben sich die Beschwerden von Radfahrern darüber, dass die Kraglinger Straße von Autofahrern als Abkürzungsstrecke zwischen der Vogtareuther Straße und der Äußeren Salzburger Straße genutzt wird, deutlich gehäuft. Ein von der Gemeinde bei der Straßenverkehrsbehörde eingereichter Antrag für ein Linksabbiegeverbot von der Vogtareuther in die Kraglinger Straße wurde jedoch abgelehnt. Im Februar fand an der Kraglinger Straße ein Ortstermin statt. Hieran nahmen neben Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes auch noch der Fahrradbeauftragte der Gemeinde Stephanskirchen und ein Vertreter der Verkehrspolizei Rosenheim teil. Während des Lokalaugenscheins bestätigte sich, dass die Kraglinger Straße vom Umgehungsverkehr stark genutzt wird. In Absprache mit der Polizei wurde vereinbart, die Kraglinger Straße beidseitig durch Holzpfosten zu begrenzen. Durch diese Maßnahme soll erreicht werden, dass die Kraglinger Straße für den „Schleichverkehr“ an Attraktivität verliert. Außerdem einigte man sich darauf, die Verkehrsbelastung in der Kraglinger Straße vor Beginn des Rückbaus zu ermitteln, um zu einem späteren Zeitpunkt die Wirksamkeit dieser Maßnahme prüfe.

 

verkehr 4

 

Keine Zustimmung zum Umleitungsverkehr auf der St 2359 – Tonnagebeschränkung gefordert

Das Staatliche Bauamt hat mitgeteilt, dass ab 7.6.2021 für 4 Monate eine Großbaustelle auf der B 15 nötig ist. Die dazu erforderliche Umleitung soll in Nord-Süd-Richtung über Griesstätt / Vogtareuth / Schloßberg erfolgen. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat hierzu seine Zustimmung nicht erteilt und das Straßenbauamt aufgefordert, die Umleitung für den überörtlichen Schwerlastverkehr bereits bei Dorfen über die neue A 94 / A 99 zur A 8 (Inntalautobahn) zu lenken und möglichst für eine kürzere Bauzeit zu sorgen. Andernfalls würden die Anlieger in Lack, Grasweg, Haiden, Höhensteig und Gehering mit einem extrem dichten Lkw-Verkehr belastet, welcher in den letzten Jahren spürbar zugenommen hat. Ferner wurde das Staatliche Baumt gebeten, neue Verkehrszählungen für diesen Straßenabschnitt durchzuführen und dabei auch die Auswirkung der Mautpficht auf der B 15 zu untersuchen.

Nachdem diese Staatsstraße gerade wegen der Mauteinführung immer stärker mit 40-Tonnen befahren wird, hat die Gemeinde Stephanskirchen eine Initiative gestartet, um zusammen mit den Nachbargemeinden Prutting, Vogtareuth und Griesstätt die Anlieger künftig besser vor dieser hohen LKW-Belastung zu schützen. So wird eine Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen (Anlieger und Busse ausgenommen) für diesen Streckenabschnitt beantragt werden, welche spätestens mit der Inbetriebnahme der Westtangente (Umfahrung von Rosenheim) in Kraft treten soll. Bei fast allen Verkehrsanfragen und  -anträgen, die bei der Gemeinde gestellt werden, sind die für den überörtlichen Verkehr zuständigen Staatsstraßen wie die St 2359 betroffen. Leider hat hier die Gemeinde keine Zuständigkeit; sie kann lediglich ihre Sichtweise an die zuständigen staatlichen Stellen darlegen und entsprechende Anträge nach dem Sprichwort „steter Tropfen höhlt den Stein“ stellen.

 

Verkehr 1

 

Verbessertes ÖPNV-Angebot – Planungsansätze

Im Oktober 2020 wurden die Ergebnisse des von der Fa. plan:mobil verfassten Gutachtens zur möglichen Verbesserung des ÖPNV-Angebots  ausgearbeitet. Wie bekannt ist, haben durch die Corona-Pandemie die ÖPNV-Träger extreme Umsatzeinbußen erlitten. Seitens der Verwaltung wird es daher für nicht zielführend gehalten, in der Lockdownphase über weitere ÖPNV-Verbesserungen zu diskutieren. Die vom Büro plan:mobil erarbeiteten zusätzlichen Vorschläge für den Gemeindebereich Stephanskirchen werden daher erst behandelt, wenn sich die Dramatik der Corona-Pandemie abgeflacht hat und sich die Nachfrage nach ÖPNV-Angeboten wieder normalisiert hat.

 

verkehr 3

 

Verkehrsgutachten – Umsetzung verzögert sich

Bereits Mitte 2020 wurde bekannt gegeben, dass sich die Umsetzung des Verkehrsgutachtens für die Salzburger Straße verzögert. Grund hierfür war, dass das die Messungen, welche im Januar und Februar 2020 vorgenommen wurden, kein wirkliches Problem mehr darstellten weil sich der Verkehr und seine Stauzeiten minimiert hatten. Im Winter 2020/21 erfolgten keine weiteren Messungen, da dies coronabedingt keine weiterführenden Aussagen gebracht hätte. Somit einigten sich die betroffenen Behörden darauf, dass die Messungen im Winter 2021/22 wiederholt und ausgewertet werden. Eine Ampel an der Einmündung der Wasserburger Straße sowie die geplanten Baumaßnahmen würden somit frühestens im Jahr 2023 ausgeführt werden. Möglicherweise entzerrt sich derzeit die Verkehrsproblematik auch durch deutlich intensivere Nutzung von
Home Office.

 

verkehr 2

drucken nach oben