Flüchtlingsunterkünfte in der Gemeinde Stephanskirchen

Die Gemeinde Stephanskirchen hat 2016 an 5 Standorten Unterkünfte in Holzbauweise für insgesamt bis zu 128 Flüchtlinge in 20 Wohneinheiten errichtet und an das Landratsamt Rosenheim vermietet. Diese Unterkünfte befinden sich in Stephanskirchen (Schömeringer Straße 48/50), in Högering (Högeringer Straße 28/30), in Kragling (Lackermannweg 29/31), in Westerndorferfilze (Filzenweg 3/5) und in Eichbichl (Mühlstraße 25/27). Vor 10 Jahren gelang es der Gemeinde somit, ein dezentrales Unterbringungsmodell für geflüchtete Personen auf den Weg zu bringen. Hintergrund war damals die Vermeidung einer geplanter Großunterkunft in einer Container-Anlage. Die Mietverträge mit dem Landratsamt hatten ursprünglich eine Laufzeit von 5 bzw. 8 Jahren. Die auf 5 Jahre abgeschlossenen Verträge wurden 2021 um 3 Jahre verlängert.

 

Als 2024 alle Verträge mit dem Landratsamt ausliefen, beschloss der Gemeinderat eine 3-jährige Verlängerung für die Objekte Schömeringer Straße 50, Lackermannweg 29/31, Högeringer Straße 28/30 sowie Mühlstraße 25/27. Da diese Verträge nun zwischen Februar 2027 und Mai 2027 erneut auslaufen, ist im Herbst 2026 eine Beratung und Beschlussfassung bezüglich der weiteren Vorgehensweise erforderlich. Für die Objekte Filzenweg 3/5 sowie Schömeringer Straße 48 wurden die Mietverträge mit dem Landratsamt nicht weitergeführt. Diese Unterkünfte sind mittlerweile von Seiten der Gemeinde auf privatrechtlicher Vertragsbasis an Flüchtlingsfamilien vermietet.

 

Als weitere Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge kam ab August 2022 das alte Pfarrhaus in Schloßberg hinzu, welches ebenfalls von der Gemeinde an das Landratsamt Rosenheim vermietet wurde und im Moment 15 Kriegsflüchtlingen ein Zuhause bietet. Hier wurde der Mietvertrag auf unbefristete Zeit geschlossen. Die an das Landratsamt vermieteten Unterkünfte werden dabei im Auftrag der Gemeinde von einem nebenamtlichen Hausmeister betreut, dessen Kosten vom Landratsamt übernommen werden.

 

Seit Oktober 2025 wurde auch sukzessive die vom Landratsamt Rosenheim betriebene Flüchtlingsunterkunft in der Hofmühlstraße 34 mit ukrainischen Flüchtlingen belegt. Derzeit leben dort insgesamt 73 Personen. Es handelt sich um 50 Erwachsene und 23 Kinder unter 18 Jahren, allesamt in Familienverbünden. In den vorgenannten Unterkünften leben derzeit insgesamt 206 Personen. Hinzu kommen Personen in Privathaushalten, deren Anzahl der Gemeinde jedoch nicht konkret bekannt ist.

 

Sämtliche in der Gemeinde lebenden Asylbewerber und Flüchtlinge werden im Bedarfsfall von der Gemeindemitarbeiterin Michaela Plass unterstützt, die den Sachbereich 27, „Asyl und Integration“, seit 2019 bearbeitet. Im Zusammenhang mit den ukrainischen Flüchtlingen gibt es zudem einen Helferkreis, der niederschwellige Hilfen anbietet.

drucken nach oben