Unsere Gärten sind künstliche (Ersatz-)Lebensräume, die durch Nistmöglichkeiten (Nistkästen als Baumhöhlenersatz) oder Angebot von Futter bereichert werden können. Gärten zählen heute zu den strukturreicheren Lebensräumen in den westlichen Industrieländern, wobei verschiedene Strukturelemente auf engem Raum zu finden sein können. Lebensraumverluste in der freien Wald- und Feldflur haben Gärten zu Rückzugsräumen für Generalisten werden lassen. Manche ehemals typischen Waldarten, z.B. Ringeltaube, Amsel und Mönchsgrasmücke, kommen heute schwerpunktmäßig im Lebensraum Garten vor. Gärten und Parks sind geprägt von waldähnlichen Strukturen mit Bäumen, Hecken, Krautschicht, Wiesen oder vegetationsarmen Flächen. Je vielfältigere Strukturen sich in Gärten finden, umso höher kann auch die Vielfalt an (Vogel-)Arten sein. Bei der Gartenbearbeitung sollten wilde Ecken zugelassen werden, damit samentragende Pflanzen ausreifen dürfen. Hohe Bedeutung kommt dabei dem Verzicht auf Pestizide zu.
Fütterung das ganze Jahr über schadet nicht, sofern einige Regeln beachtet werden, wie die Hygiene und das richtige Futter. Tatsächlich gibt es derzeit noch keine wissenschaftlich belegte Empfehlung, ob und wie man das ganze Jahr über Vögel füttern sollte. Weitere Studien sind nötig.
Je nach Jahreszeit, Artenzusammensetzung und Nährstoffbedarf der Vögel eignen sich als zusätzliches Futterangebot:
- Sämereien (mit Schale, geschält, als Flocken oder Mehl, z.B. Mais, Hafer)
- Fettfutter
- Lebendfutter (lebendige oder getrocknete Wirbellose)
- Beeren und Früchte (frisch oder getrocknet)
- Gemüse (nur ungesalzen und ungewürzt)
Nicht verfütterte werden darf:
Küchenabfälle, altes Brot, Käse und ähnliches eignen sich nicht als Vogelfutter. Sie enthalten fast immer Salz, Gewürze und andere Zusatzstoffe, von denen Vögel viele nicht verdauen können. Salz kann zudem das Nervensystem von Vögeln schädigen. Auch wenn Brot dennoch häufig gefressen wird (Stare, Sperlinge), sollte es nicht verfüttert werden, da der Nährwert bei hohem Sättigungsgrad gering ist.
Schimmelige Nahrungsmittel sowie schimmliges Futter können gefährliche Gifte produzieren und darf nicht verfüttert werden. Aufquellende Lebensmittel wie Kokosflocken oder ungekochter Reis u.ä. quellen im Magen der Vögel auf und dürfen nicht verwendet werden.

(Text:www.lbv.de/, Bild: pixabay))














