Nachrichten aus dem Rosengarten im März

Die Idee für diesen Rosengarten entstand aus der Begeisterung für Historische Rosen und der ernüchternden Erkenntnis, dass es in Bayern wenig öffentliche Räume gibt, die diesem besonderen Kulturgut eine Bühne geben.

Es sollte eine Rosensammlung entstehen, die den Historischen Rosen die Möglichkeit gibt, die Herzen der Menschen wieder neu zu erobern und damit die Chance, weiter zu überleben.

Mit dem historischen Ort vom ehemaligen Schloss Rosenheim kam die Idee hinzu in der weiteren Bepflanzung das historischen Thema, „Mittelalter“ zu berücksichtigen.

 

Benediktinermönche sollen die erste Gartenrose aus dem Mittelmeergebiet gegen 800 zuerst nach England und dann nach Deutschland gebracht haben. Dort wurde sie vor allem zunächst in den Klostergärten und dann auch in den kleinen Arznei- und „Wurzgärtchen edler Burgfrauen“ gepflanzt, zunächst wohl vor allem wegen ihrer Heilwirkung und später auch wegen ihrer Schönheit. Die Gärten enthielten damals nur eine einzige (rosa-)rote Gartenrose in wenigen Exemplaren. Dabei handelte es sich zunächst um die Essigrose, die historische Ur-Gartenrose (Rosa gallica) und später um die Apotheker-Rose (Rosa gallica ’Officinalis’). Meistens wurden in den Gärten Wildrosen (Hagedorn) mit ihren vielen Hagebutten kultiviert.


Es gab die Unterscheidung zwischen Gartenrosen und Wildrosen. Im weiteren Verlauf des Mittelalters kamen dann noch die Alba-Rose (weiß), und später auch die Damaszener-Rose (rosa) dazu. Rosengärten im heutigen Sinn mit der großen Auswahl an Rosen gab es nicht. Mittelalterliche Gärten waren vorwiegend Nutzgärten

Die Quellen zur mittelalterlichen Gartengestaltung aus Dichtung und bildender Kunst erlauben nicht wirklich eine belastbare Vorstellung davon, wie so ein Garten ausgesehen hat, die Entwicklung stand jedoch unter dem Einfluss der Antike.

 

Natürlich haben sowohl die Ur-Rose (Essigrose, Rosa Gallica) als auch ihr erster Abkömmling (Apotheker-Rose) einen Platz in unserem Rosengarten. Darüber hinaus  haben wir in unserem Konzept versucht, alle für die Entwicklung der Historischen Rosen bis 1800 wichtigen Rosengruppen zu pflanzen und auch den wilden Vorfahren einen Raum zu geben.

 www.rosen-heim.org

 

Nachrichten aus dem Rosengarten im März

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