Im Rahmen unseres Beitrags zum Thema Biodiversität in der Gemeinde haben wir darauf geachtet, neben den wichtigen historischen Rosengruppen möglichst viele so genannte „naturnahe Rosen“ zu integrieren. Was aber sind naturnahe Rosen?
Obwohl es so scheint, dass ursprüngliche Rosen wertvoller für die heimische Tierwelt sind, gibt es auch moderne Züchtungen, die wertvoll sind. Naturnahe Rosen orientieren sich in ihrem Erscheinungsbild, ihrem Wuchs, ihrer Blütenform, Fruchtschmuck, mehr an den ursprünglichen Wildrosen. So sind einfache oder halbgefüllte Blüten ein Kriterium für naturnah. Hier haben Insekten den besten Zugang zu Blütenstaub und Nektar. Nach der Befruchtung werden Hagebutten mit Samen zur Fortpflanzung gebildet, was das zweite Kriterium für naturnah bildet. Diese Hagebutten haben für uns Menschen einen ästhetischen Wert und dienen der Tierwelt als Nahrungsquelle. Allerdings scheint der ökologische Wert der Hagebutten der gezüchteten Sorten doch geringer zu sein, denn die Hagebutten der Wildformen schmecken den Vögeln offenbar besser.
Die Strauchform der ursprünglichen Rosen dient auch vielen Tieren als Unterschlupf und eignet sich oftmals zum Bau sicherer Nester für den Nachwuchs.
Viele der klassischen Historischen Rosen, die wir im Rosengarten kultivieren sind ungefüllt und bilden Hagebutten. Sowohl die Gallica-Rosen als auch die Alba Rosen und die Damaszener Rosen. Darüber hinaus finden sich die wichtigsten heimischen Wildrosen in der Anlage verteilt und besonders entlang des Zauns am Kindergarten bis in den Willibaldhöhenweg. Dazu gehören die Bibernell-Rosen, die Filz-Rosen, die Hunds-Rosen und die Wein-Rosen und natürlich die Kriech-Rose (Rosa arvensis) und ihre Hybriden.

Gerade im Herbst erfreuen uns alle diese naturnahen Rosen mit ihrem üppigen Fruchtschmuck, den Hagebutten, die in großer Vielfalt jetzt im Rosengarten anzutreffen sind.














