Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte

Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung am 28. April verabschiedete 1. Bürgermeister Karl Mair gemeinsam mit Gemeinderatsmitgliedern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung acht Mitglieder des Gremiums nach ihrer jeweiligen Amtszeit: Johann Kink (CSU) und Sebastian Scheuerer (Freie Wähler), die nach den Rücktritten von Petra Hofmann und Christian Helget im Februar 2026 in den Gemeinderat nachgerückt waren, Andreas Schreibenzuber, der im Oktober 2023 nach Amtsniederlegung von Erika Riedrich nachgerückt war als Mitglied der Parteifreien Bürger, Dr. Nicole Eckert (Bündnis 90/Die Grünen – die aus beruflichen Gründen verhindert war), Hubert Lechner (Parteifreie Bürger Stephanskirchen) und Steffi Panhans (SPD) mit je 12 Jahren Amtszeit, sowie Petra Schnell (zuletzt fraktionslos) und Gerhard Scheuerer (Parteifreie Bürger Stephanskirchen) nach jeweils 24 Jahren Amtszeit.

 

Den würdigen Rahmen bildete die neue Aula der Otfried-Preußler-Schule – nicht zufällig gewählt, wie Karl Mair betonte: Das Gebäude stehe exemplarisch für die sichtbaren Ergebnisse kommunalpolitischer Arbeit. Mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro sei hier eines der größten Projekte der vergangenen Amtsperiode (2020–2026) realisiert worden – ein Ort, an dem sich Engagement und Entscheidungen des Gemeinderats konkret widerspiegeln.

 

In seiner Ansprache dankte der 1. Bürgermeister den ausscheidenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten ausdrücklich für ihren Einsatz. Kommunalpolitik bedeute nicht nur, über erfreuliche Projekte zu entscheiden, sondern auch schwierige Abwägungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Viele der Geehrten hätten über Jahre hinweg – teils über mehrere Amtsperioden – unzählige Sitzungen, Besprechungen und Termine wahrgenommen. „Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und ein unverzichtbarer Beitrag für unsere Demokratie“, so Karl Mair.

 

Rückblick auf Herausforderungen und Erfolge der letzten Amtsperiode

Die vergangenen sechs Jahre seien von besonderen Herausforderungen geprägt gewesen: Pandemie, gesellschaftliche Veränderungen, steigende Kosten und internationale Krisen wie der Ukraine-Krieg hätten auch die kommunale Arbeit beeinflusst. Dennoch sei es gelungen, zahlreiche Projekte auf den Weg zu bringen oder abzuschließen: Die Erweiterung der Otfried-Preußler-Schule und die Umsetzung vieler Sanierungsmaßnahmen darunter die der Westerndorfer Straße, die lange auf der Agenda gestanden habe. Mit dem Ankauf der ehemaligen Sparkasse Haidholzen habe man die medizinische Versorgung sichern können und durch Grunderwerb den Standort für die Feuerwehr Schloßberg. Zudem habe man zahlreiche Projekte im Bereich Umwelt, Soziales und Verkehr vorangebracht. Wichtig sei auch die Weichenstellung des Bauprojekts „Haidholzen Südost“ und der weitere Aufbau einer eigenen Wasserversorgung gewesen – Großprojekte, die den Gemeinderat mit seinen neuen Mitgliedern mit Start der neuen Amtsperiode auch noch beschäftigen werden.

 

Dank und nachdenkliche Worte der scheidenden Gemeinderatsmitglieder

Die scheidenden Gemeinderatsmitglieder nutzten die Gelegenheit, sich bei Gemeindeverwaltung und Amtskolleginnen und -kollegen sowie dem 1. Bürgermeister zu bedanken. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Erfahrungen in der kommunalen Arbeit sind. Einhellig beschrieben sie ihre Zeit im Gemeinderat als intensiv, lehrreich und prägend. Besonders hervorgehoben wurden die große Themenvielfalt sowie die Verantwortung, die mit den Entscheidungen verbunden ist. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig ein sachorientierter Umgang und die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg sind.

 

Betonung demokratischer Grundwerte

Einige der Rednerinnen und Redner richteten zudem Wünsche an das künftige Gremium und betonten die Bedeutung demokratischer Grundwerte und eines respektvollen Miteinanders – im Gemeinderat wie in der Gesellschaft. Rückblickend sprachen einige auch die persönliche Seite des Ehrenamts an: der hohe Zeitaufwand, die vielen Sitzungsabende und die notwendige Unterstützung durch Familie und Umfeld – äußerten sich aber auch dankbar für die Möglichkeit, die Entwicklung der Heimatgemeinde aktiv mitgestalten zu können.

Zum Abschluss überreichte 1. Bürgermeister Karl Mair allen ausscheidenden Mitgliedern einen Geschenkkorb mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Gemeinde sowie Restaurantgutscheine als Zeichen der Anerkennung. Petra Schnell und Gerhard Scheuerer erhielten für ihre 24-jährige Amtszeit zusätzlich eine Silbermünze.

 

Mit dem Ende der Amtsperiode am 30. April verabschieden sich die Geehrten aus dem aktiven Gemeinderat. Für den neu zusammengesetzten Gemeinderat wünschte Karl Mair eine weiterhin konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle der gesamten Gemeinde.

 

Verabschiedung Gemeinderäte

               

(v.l.n.r.): Steffi Panhans, Johann Kink, Hubert Lechner, 1. Bürgermeister Karl Mair, Petra Schnell Gerhard Scheuerer, Andreas Scheibenzuber, Sebastian Scheuerer.

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