In der ersten Hälfte des Jahres 2027 plant die Deutsche Bahn (DB) eine Generalsanierung der Bahnstrecke München-Salzburg zur Sicherstellung des Bahnverkehrs, dessen Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.
Damit die Korridorsanierung erfolgreich umgesetzt werden kann, sind sogenannte Baustelleneinrichtungsflächen (BE-Flächen) unverzichtbar. Sie sind zentrale logistische Standorte in unmittelbarer Nähe zur Baustelle und dienen unter anderem als Lager für Baumaterialien oder als Stellflächen für Baumaschinen. Es wurde deshalb zwischen der DB und der Gemeinde Stephanskirchen eine vertragliche Vereinbarung getroffen, die Fläche an der Kuglmoosstraße, die sogenannte „Fischerwiese“ zu nutzen. Diese hatte sich nach umfangreichen Prüfungen als einzig geeignete gemeindliche Fläche abgezeichnet, da eine unbebaute Fläche im westlichen Gemeindebereich in unmittelbarer Bahnnähe für die Baustelleneinrichtung erforderlich ist. Zudem wurde eine private BE-Fläche entlang der Hofmühlstraße im Ortsteil Sims von der DB gepachtet, deren Erstellung voraussichtlich im November erfolgen soll.
Mit der Einrichtung der BE-Fläche an der Kuglmosstraße wurde seitens der DB Ende September leider sehr kurzfristig und ohne vorherige Rücksprache mit der Gemeinde begonnen, so dass erst jetzt die nötigen Informationen über die künftige Nutzung an die Bürgerinnen und Bürger erfolgen können.
Laut Auskunft der DB ist die Nutzung der Fläche für vorbereitende Maßnahmen und die Baustelleneinrichtung ab dem 2. November 2026 wie folgt vorgesehen:
Es werden zwei bis drei Bürocontainer aufgestellt sowie Materialien, Kleinwerkzeuge und Schalung gelagert. Darüber hinaus sollen Maschinen wie Radlader und Bagger auf der Fläche abgestellt und eingesetzt werden.
Ab dem Jahreswechsel ist eine erweiterte Nutzung der Fläche vorgesehen. Diese umfasst insbesondere die Lagerung von Spritzmaterial für die Schwergewichtswand sowie den Einsatz von zwei Minibaggern mit Spritzmanipulator, eines Radladers und eines Zweiwegebaggers. Die Lagerung eines Rammgeräts ist ausschließlich für den Bedarfsfall vorgesehen. In diesem Zeitraum ist täglich mit etwa 15 Fahrten durch Lkw oder Tieflader zu rechnen. Zudem wird der Radlader regelmäßig für Be- und Entladevorgänge eingesetzt.
Information der DB zu möglichen Nachtarbeiten im Zuge der Stützwand- und Korridorsanierung ab Februar 2027:
Hinsichtlich möglicher Nachtarbeiten ist vorgesehen, die Bedienung der BE-Fläche weitestgehend auf den Tageszeitraum zu beschränken. Es lässt sich jedoch mit zunehmender Bautätigkeit nicht vollständig vermeiden, dass einzelne Anlieferungen und Umschlagvorgänge auch in den Tagesrandzeiten stattfinden.
Die erforderlichen Arbeiten an der Stützwand zwischen den Ortsteilen Hofmühle und Murnau werden entsprechend der Plangenehmigung im Zeitfenster von 7:00 bis 20:00 Uhr ausgeführt. Für alle Arbeiten, die nicht von der Plangenehmigung erfasst sind, beispielsweise Oberbau- und Tiefbauarbeiten, gelten die Regelungen der AVV Baulärm. Diese lässt Nachtarbeiten unter bestimmten Rahmenbedingungen zu.
Auch für die Sanierung der Weichen im Bereich Landl werden aufgrund der erforderlichen Bedienung des Zementwerks Rohrdorf voraussichtlich Nachtarbeiten nur in geringem Umfang stattfinden.
Diese Informationen basieren laut den Angaben der DB auf dem aktuellen Bauablauf. Bis zum Beginn der Sperrpause des Bahnverkehrs am 7. Februar 2027 können sich noch Anpassungen ergeben.
Für sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der Korridorsanierung können sich alle Bürgerinnen und Bürger an die Mailadresse korridorsanierung-bayern@deutschebahn.com wenden. Umfangreiche Informationen zur Korridorsanierung erhalten Sie zudem unter www.bahn.de/korridorsanierung-rosenheim-salzburg. Dort finden Sie auch die Termine, an denen die DB ab dem 19. Oktober 2026 mit einem Infomobil an den Bahnhöfen in unserer Region vor Ort ist und für Fragen aus der Bevölkerung zur Verfügung steht.















