Erkundungsbohrungen für den Brenner-Nordzulauf im Bereich Innleiten/Leonhardspfunzen geplant

Die DB InfraGO AG (ehemals DB Netz AG) plant im Herbst verschiedene Erkundungsbohrungen im Bereich Innleiten und Leonhardspfunzen. Hierzu soll auch der Mühlthalweg nördlich von Innleiten im Zeitraum von 01.10. bis 30.11.2026 gesperrt werden. Nachdem die Bohrungen teilweise auf Gemeindegrund durchgeführt oder über Gemeindegrund erschlossen werden und die Gemeinde die Zustimmung zur Betretung der Grundstücke nicht erteilt hat, wurden vom Eisenbahn-Bundesamt Duldungsanordnungen gegen die Gemeinde erlassen.

 

Hiergegen hat die Gemeinde beim Bundesverwaltungsgericht geklagt. Entscheidungen hierzu stehen noch aus. Da Klagen gegen behördliche Duldungsanordnungen für Erkundungsbohrungen in der Regel keine aufschiebende Wirkung haben, wird es voraussichtlich zu den Bohrungen und der Straßensperrung kommen. Laut DB InfraGO soll der Kfz-Verkehr über die Salzburger, Vogtareuther und nördliche Wasserburger Straße umgeleitet werden, der Fahrradverkehr über den Inndamm. Nähere Informationen hierzu sollen noch bekanntgegeben werden.

 

Mittlerweile wurden von der DB InfraGO die zum Brenner-Nordzulauf vorgebrachten Kernforderungen aus der Region bewertet. Dabei wurden die von der Gemeinde Stephanskirchen vorgebrachten bzw. unterstützten Kernforderungen durchwegs abgelehnt oder darauf verwiesen, dass die Prüfung in späteren-Planungsphasen erfolgt.

 

Abgelehnt wurden u.a. die Tunnellösung unter dem Inn, die Verlegung des Verladebahnhofs Stephanskirchen sowie die von der Bürgerinitiative „Brennerdialog" eingebrachte Alternativtrasse. Für das geplante Trinkwasserschutzgebiet werden von Seiten der Bahn keine negativen Auswirkungen gesehen, ohne dass dies näher begründet wird. Bezüglich der vorgebrachten Bedenken zu den hydrogeologischen Auswirkungen im Bereich Innleiten, den Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet und den Denkmalschutz in Innleiten, die Baustelleneinrichtung und die Verkehrsführung wird auf spätere Planungsphasen verwiesen. Im Herbst 2026 ist nunmehr die Beratung im Verkehrs- und im Haushaltsausschuss des Bundestags und anschließend die finale Entscheidung zur Umsetzung des Projekts im Bundestag vorgesehen.

 

Brenner Nordzulauf

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