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So überleben Hummeln, Wildbienen und Hornissen den Winter!

Gartenseminar

So überleben Hummeln, Wildbienen und Hornissen den Winter!

Je nach Art wachsen die Hummelvölker über die Sommermonate zu einem Volk zwischen 20 und 150 Tieren heran, das aber im Herbst abstirbt. Es überwintern nur die begatteten Jungköniginnen. Diese suchen sich meist unterirdisch im lockeren Boden unter Wurzeltellern oder Erdhöhlen ein Winterquartier. Dabei fallen die Tiere in eine Art Winterstarre, in der sie von den Energiereserven in einem eingelagerten Fettkörper zehren. Im Frühjahr gründen sie ein eigenes Volk.

Die meisten unserer rund 580 Arten von Wildbienen leben solitär, also alleine, ohne eigenes Volk. Dabei legen die Weibchen im Frühjahr oder Sommer jeweils ein Ei mit Nahrungsvorräten in einzelne Brutzellen, verschließen diese Zellen und überlassen sie sich selbst. Wildbienen nutzen Hohlräume aller Art zur Eiablage: Käferbohrgänge im Altholz, hohle Pflanzenstengel, morsches Holz, Mauerritzen und vieles mehr. Die geschlüpften Larven ernähren sich von den Vorräten in der Zelle. Artspezifisch ist das Überwintern als ältere Larve oder als Puppe, aus der im Frühjahr dann die adulte Biene schlüpft. Andere Arten überwintern auch als erwachsenes Insekt.

Hornissen gehören zu den echten Wespen, den Faltenwespen, und sind in Mitteleuropa das größte staatenbildende Insekt. Hier überwintern wie bei allen Wespen nur die Jungköniginnen unter Baumrinden oder an geeigneten geschützten Stellen. Diese alleine gründen ab Mai neue Hornissenvölker. Die Königin baut die ersten Waben, legt Eier und füttert die Larven, aus denen nach der Verpuppung anfangs nur nicht begattungsfähige Arbeiterinnen schlüpfen. Erst Mitte August bis September, wenn das Hornissenvolk mit rund 600 Einzelindividuen seinen Höchststand erreicht, schlüpfen aus den Waben Geschlechtstiere, junge Königinnen und Männchen, die alsbald das Nest verlassen und sich außerhalb des Nests verpaaren. Die jungen Königinnen suchen sich dann abseits vom alten Nest neue Plätze zum Überwintern.

(WildlandStiftungBayern)

(Bilder: Pixabay)     

 


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