Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Frau Gall

Brennstoffzellen-Heizung im Eigenheim

Klimaschutzlogo

Es ist schon verwunderlich dass die Brennstoffzellen-Technologie bei der Bewältigung der Energiewende zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung keine erkennbare Rolle spielt. Besonders im Sektor der Elektro-Mobilität könnten mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff betriebene Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle völlig emissionsfrei ohne die Notwendigkeit von Lithium-Stromspeichern einen gewaltigen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.

Es gibt aber noch andere Anwendungsmöglichkeiten. Besucher des EnergieSparTags am 29. Juni in unserem Rathaus konnten sich überzeugen, dass die Brennstoffzellen-Technik auch im Eigenheim zur Wärme-und Stromerzeugung sinnvoll eingesetzt werden kann. Brennstoffzellen sind keine Stromspeicher. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme in einem elektro-chemischen Prozess, bei dem Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft unter Bildung von reinem Wasser reagieren. Ein Generator wie bei motorgetriebenen Blockheizkraftwerken ist daher nicht erforderlich. Haushalte, die erdgasversorgt sind, benötigen keinen neuen Hausanschluss und auch keine Lagermöglichkeit für Gas. Der Gesamtwirkungsgrad von Brennstoffzellen-Heizungen konnte auf über 96 % gesteigert werden. Die CO2-Emissionen verringern sich bei Erdgasbetrieb gegenüber der Brennwerttechnik und Strombezug aus dem Netz um ein Drittel.

Erprobt wurde diese Technologie in einem gemeinsamen Projekt von Bundesregierung, Wirtschaft und Forschung mit der Bezeichnung CALLUX (Abk. für lat. Wärme und Licht). In den Jahren 2008 bis 2015 wurden 500 Anlagen installiert und während des 7-jährigen Betriebs technisch und messtechnisch begleitet. Dies hat zu erheblichen Verbesserungen, insbesondere aber zur Reduktion des ursprünglich hohen Preisniveaus geführt. In der Beurteilung des CALLUX-Projektes waren Brennstoffzellen-Heizungen bereits 2015 marktreif und eine echte Alternative zu den motorgetriebenen Blockheizkraftwerken. Ihr Preis ist zwar immer noch verhältnismäßig hoch, aber mit der vergleichsweise hohen öffentlichen Förderung stellen sie eine überlegenswerte Möglichkeit bei Austausch oder Neuinstallation von Heizungsanlagen dar. Ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz sind sie in jedem Fall. Unsere ortsansässigen Fachbetriebe beraten Sie dazu kompetent und sehr gerne.

 

Text: R. Weh EnergieForum

Bild: Enerie-Experten.org

drucken nach oben